, Hügli Dominik

Jetzt ist's passiert

Für die zwölfte Meisterschaftsrunde reisten die Löwen nach Zürich Affoltern, um sich gegen das Heimteam, Innebandy Zürich 11 zu beweisen.

Zum zweiten Mal in dieser Saison stand das Spiel gegen Innebandy Zürich 11 auf dem Programm. Nur waren dieses Mal die Vorzeichen etwas anders. Denn als sich die beiden Teams anfangs November duellierten, sprach man von einem Spitzenkampf. Innebandy trat damals als Leader auf, musste gegen die Lions allerdings eine Niederlage hinnehmen und erlebte danach einen regelrechten Absturz in der Tabelle. Es reihten sich sechs Niederlagen aneinander, in der Tabelle fand man sich plötzlich auf dem vorletzten Platz wieder und es war klar, mit wem die Zürcher noch eine Rechnung offen hatten. Die Lions ihrerseits spielten seit dem an der Tabellenspitze mit und fuhren als Leader nach Zürich Affoltern. 
 
Der Start in die Partie war ziemlich wild, es gab Vorstösse auf beiden Seiten und auch gleich einige Rempler an der Bande. Die Schiedsrichter waren sofort in ihrem Element und so musste ein erster Spieler von Innebandy bereits nach sechs Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. Die Lions konnten die Überzahl nicht ausnutzen, gerieten danach auf Grund eines Fehlpasses sogar in Rückstand. Ein Sinnbild der letzten Spiele, zum vierten Mal in Folge geht der Gegner gegen die Löwen in Führung. Erneut konnten die Lions aber reagieren, Basil Nüesch bediente Döme Kyburz, welcher nach 13 Minuten den Ausgleich markierte. Die Partie wurde danach nicht ruhiger und die Lions enervierten sich wegen eines groben Remplers des Gegners, worauf die Schiedsrichter den Löwen eine Teamstrafe aufbrummten. Eiskalt nutzte Innebandy Zürich 11 die ihnen sich bietende Möglichkeit aus und trafen zu erneuten Führung. 
 
Mit einem knappen Rückstand startete das zweite Drittel für Meilen Uetikon und es war klar, dass eine weitere Aufholjagd nötig war. Die Löwen machten sich das Leben allerdings selber schwer und gerieten durch defensive Unkonzentriertheiten mit 1:3 in Rückstand. Natürlich wurde dieser Treffer auch von den noch anwesenden Pfanni-Spielern bejubelt. Pfannstiel-Egg verlor ihr Spiel am Sonntagmorgen gegen die Glattal Falcons äusserst knapp mit 1:2 und hofften nun auf einen Ausrutscher der Lions, damit der Kampf um die Spitze noch spannender bleibt, als er es sowieso schon ist. Spannend machte Basil Nüesch dann aber zuerst einmal die Partie. Auf Vorlage von Yanis Hari traf er zum 2:3. Mit diesem Resultat ging es in die zweite Pause. 
 
Die Löwen wollten sich im dritten Drittel wieder mehr auf das Unihockey konzentrieren und die Nebenschauplätze bei Seite lassen. Doch bevor man überhaupt in Fahrt kam sorgte Innebandy mit ihrem vierten Treffer für einen nächsten Dämpfer in der anvisierten Aufholjagd. Kurz darauf musste Jari Hofer wegen eines Haltens für zwei Minuten auf die Strafbank und so war zuerst einmal Verteidigen angesagt, bevor man wieder in den Angriff übergehen konnte. In der Drittelsmitte nahmen die Löwen ihr TimeOut und stellten dabei auf zwei Linien um, damit nochmals mehr Druck auf das gegnerische Tor ausgeübt werden konnte. Vier Minuten vor dem Ende musste Luca Scheu seinen Kasten räumen und einem sechsten Feldspieler Platz machen. Doch auch dies brachte den Lions nicht den gewünschten Erfolg ein. Viele Schüsse wurden jetzt und bereits während des ganzen Spiels von den Innebandy Verteidigern geblockt, so dass dem Leader kein weiterer Torerfolg mehr gelang. Innebandy erzielte den entscheidenden fünften Treffer eine Minute vor dem Ende in das leere Tor der Löwen, ganz zur Freude des Pfanni-Anhangs, welcher vor lauter Begeisterung beinahe auf das Feld hüpfte und mit Innebandy mitfeierte. Kurz vor dem Ende der Partie holte Sven Looser nach einem völlig unnötigen Stockschlag eine weitere Zwei-Minuten-Strafe für Meilen Uetikon ab. Die Strafe war das perfekte Spiegelbild vom gesamten Spiel der Lions, viel mehr konzentrierte man sich auf die Dinge rundherum als auf das Unihockey spielen und so bekam man nach entäuschenden 60 Minuten die entsprechende Quittung. Es war eine klare 2:5 Niederlage und hatte mit einem Spitzenkampf wie er es im November noch war, gar nichts mehr zu tun. 
 
Nach bereits mehreren nicht überzeugenden Auftritten in dieser Saison straften sich die Löwen heute selbst. Wenn man in vier Partien in Rückstand gerät, geht man kaum vier Mal als Sieger vom Platz. Dies mussten die Lions im Jahr 2025 zum zweiten Mal erfahren und so bleibt man zum dritten Mal in dieser Saison ohne Punkte.
 
Nach zwölf Spielen stehen die Löwen mit 25 Punkten doch noch an der Tabellenspitze. Dicht verfolgt von Pfannenstiel-Egg mit 24 und den Glattal Falcons mit 22 Punkten. In den letzten zwei Meisterschaftsspielen gegen genau diese beiden Teams braucht es eine deutliche Leistungssteigerung, damit der Gruppensieg klar gemacht werden kann. Die Lions sind zuversichtlich, dass ihnen das gelingen kann. Das Spiel gegen die Glattal Falcons findet am 08. März in Niederhasli statt und die Partie gegen Pfannenstiel-Egg zum Saisonfinale steht am 15. März in Hittnau an. Beide Spiele werden jeweils um 12:15 Uhr angepfiffen. Let's go Lions!
 
Für die Lions im Einsatz waren: Luca Scheu (G), Jari Hofer, Silvan Staub, Nici Neubauer, Jules Pfenninger, Döme Kyburz (1T), André Kyburz, Raphael Menzi, Moritz Wild, Timon Krebs, Nicolai Kubli, Basil Nüesch (1T, 1A), Alex Haab, Yanis Hari, (1A), Gabriel Huder, Tobi Rüegg und Sven Looser