, Willy Härter

Es fühlt sich wie Zensur an

Wenn es noch lange so weiter geht, dann müssen die Herren Härter, Caviezel und der Gamechanger in Spe aus dem Bernbiet in Frührente gehen. Deshalb war es wieder höchste Zeit für einen Bericht, so dass ihr Arbeitsstatus zumindest gerade noch so als Kurzarbeit durchgehen kann.

Die Stille im Gasthof Metzg in Stäfa war beinahe unerträglich an jenem grauen Donnerstagnachmittag. Nur der Stammtisch war besetzt, neben den Herren Härter, Caviezel setzte sich für einmal noch einer der Protagonisten in Gelbschwarz in die Runde, damit zusammen mit dem immer noch sehr wortkargen Berner Stucki Bidu eine wunderbare Jassrunde zusammenkam.

"Wo stecken sich eigentlich alle diese Leute an? Ich versteh das nicht, unsere Bundesräte Aline Berset und Simon Sommarruga (Geschlechter spielen ja keine Rolle mehr) verbieten und schränken ein was das Zeugs hält ohne es richtig begründen zu können", echauffierte sich Corsin Caviezel. Doch Willy Härter winkte ab. "Mein lieber Corsin", schaubte er, "du hörst dich langsam an wie Roger Köppel".

Als Caviezel nicht darauf einging, schwafelte Härter weiter darüber, dass es viel interessanter wäre, wie man die Leute wieder mit dem Unihockeyvirus infizieren könne und schaute dabei den H1-Spieler am Tisch an. Dieser liess sich jedoch nicht beirren, löffelte weiter an seiner Tomatencremesuppe und erzählte aus den wilden Trainingseinheiten, in der leider nur die Hälfte teilnahm. Immerhin, somit wären ja dann zwei Blöcke bereit, wenns dann im Januar wieder weitergehen würde. Weitergehen tut es definitiv in der NLA, das wurde vom Verband bereits kommuniziert. Man wartet nur noch darauf, dass die Elite wieder aus ihrem "Trainingslager" in Schweden zurückkehrt, damit dann auch der Rest der Unihockeyprofis, die eigentlich gar keine Profis sind, wieder weiterspielen können. Der Pöbel soll sich dabei gefälligst aufs Training konzentrieren, schliesslich besteht ja der Meisterschaftsbetrieb zu 80% aus Trainings, sagte der aktuelle Zentralpräsident Daniel Bareis in einem Interview im Unihockeymagazin. Natürlich kommen die Junioren nur wegen der Trainings ins Unihockey und doch nicht wegen dieser lächerlichen 20%. Und aus diesen Junioren werden ja auch keine NLA-Spieler gemacht, deshalb soll man dies bitte schön akzeptieren.

Die andere Elite unter der Bundeshauskuppel berieselt uns dafür in regelmässigen Pressekonferenzen. Interessant dabei, dass man immer bereits im Voraus weiss was denn kommuniziert wird, weil es offenbar genügend Whistleblower im Bund gibt, die weder Angst vor Corona, Arbeitslosigkeit noch vor irgendwelchen Konsequenzen zu haben scheinen. Und unsere Medien stürzen sich natürlich jedesmal wie die Aasgeier darauf um daraus ihre identischen News zu produzieren. Und wenn dann mal eine Zeitung aus der Reihe tanzt, wird sie von den anderen sofort als rechtsradikal, intolerant und fremdenfeindlich bezeichnet, so dass sie natürlich sofort bei allen als diskreditiert gilt. Wer würde schon solch ein "Schundblatt" lesen? Alles Covidioten!

Härter beklagte sich nun über die sich rasant ausbreitende Zensur im Internet: "Entweder werden selbsternannte Faktenchecker erkoren um ungewünschte Inhalte (Meinungen) zu denunzieren und zwar immer plumper ohne dies detailiert und fundiert zu hinterlegen, oder man löscht ungeliebte Beiträge einfach wie es auf Facebook, Youtube und Twitter mittlerweile zum Standard gehört."

Die vier Herren am Stammtisch dürften sich darüber freuen, dass auf dieser Plattform noch geschrieben werden kann, was die Tasten hergeben. Ausser man schreibt im Meilemer Anzeiger etwas gegen den FC, dann wird das auch entweder chirurgisch aus dem Beitrag entfernt oder in einer höflichen Nachricht mitgeteilt, dass sie solche Beiträge nicht mehr publizieren können.

Dem Protagonisten wurde nun vermehrt versucht Einzelheiten aus dem Training zu entlocken. Das H1 versucht sich mittels Stationentraining immun gegen Niederlagen zu machen und der noch kleine Funke Spielwitz soll durch Badminton-Partien auf höchstem Niveau künstlich beamtet werden. Leider nehmen aber nicht soviele an diesen Maskenbällen teil, wobei diese Maske ja nicht die ganze Zeit getragen werden muss. Einige hat man schon lange nicht mehr gesehen und niemand weiss, wie sie ihre Haare oder Bärte tragen. Man kann aber davon ausgehen, dass alle Spieler des H1 bis in die Haarspitzen motiviert aus den C-"Ferien" zurückkehren werden.

Eine gewisse Trainingsfaulheit meinte der Bünder Caviezel aber erkannt zu haben! Ob die Spieler über die nötige Muskelkapazität verfügten, um in der restlichen Saison für Furore zu sorgen, ist allerdings so unbekannt wie die Ansteckungsorte der aktuellen Pandemie. "Die Konkurrenz schläft nicht", Corsin zeigte mit dem Mahnfinger Richtung Ausserschwyz während der Protagonist weiter seine Suppe löffelte. Tomatencremesuppen scheinen diesen H1-Spieler offenbar wie ein Magnet anzuziehen, wichtiger wäre aber dass er und das ganze H1 beim Saisonrestart endlich wieder zum Tormagnet wird!